Auf den Almen wird das Wasser knapp

07.08.2026

Die anhaltende Trockenheit verschärft die Lage auf Kärntens Almen. In den Bezirken Spittal und Hermagor sind Wiesen ausgedörrt, Quellen versiegt und Wasser sowie Futter für Rinder werden knapp. Auf der Kötschacher Alpe musste die Feuerwehr bereits 20.000 Liter Wasser auf die Alm bringen, weitere Lieferungen könnten nötig werden. Die natürlichen Wasserstellen sind bereits früh ausgetrocknet, weshalb viele Landwirte um die Versorgung ihrer Tiere bangen. Viele Betriebe rechnen deshalb mit einem früheren Almabtrieb.

Auch auf der Fleißner Ochsenalpe in Heiligenblut wurden Quellen nachgegraben und zusätzliche Leitungen verlegt, um die Wasserversorgung zu sichern. Große Tränkebecken helfen, das kostbare Wasser möglichst effizient zu nutzen. Im Tal ist die Futtersituation jedoch besonders angespannt: Die Heuernte fiel deutlich geringer aus, vielerorts muss bereits Winterfutter verfüttert oder zusätzliches Futter zugekauft werden. Erste Notverkäufe von Rindern sind bereits Realität. Experten warnen zudem vor sinkenden Viehpreisen, da zahlreiche Betriebe ihre Bestände reduzieren müssen. Die Landwirtschaftskammer versucht deshalb, zusätzliche Futterflächen zwischen Ackerbau- und Viehbetrieben zu vermitteln, um die Versorgung der Tiere sicherzustellen.

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APA/Dietmar Stiplovsek (c) Fotocredit